Robenhauser Ried
Die Moor- und Seelandschaft des Pfäffikersees ist eines der bedeutendsten Feuchtgebiete des Schweizer Mittellandes (BLN-Objekt Nr. 5; Niedermoor-Objekt Nr. 2212). Der Pfäffikersee mit der Verlandungszone des Robenhauser Rieds liegt in einer Mulde des eiszeitlichen Linth-Rhein-Gletschers. Hier treffen Nieder-, Übergangs- und Hochmoore in kleinräumigem Mosaik aufeinander.
Spätestens ab den 1950er-Jahren entwickelte sich ein Niedermoor. Heute ist die Fläche eine typische Streuwiese, die einmal pro Jahr im Herbst geschnitten wird. Der Torfabbau im Robenhauser Ried erfolgte etwa zwischen 1740 und 1950.
1762 bestätigte ein obrigkeitliches Appellationsurteil: Das Eigentum des Riedes steht Robenhausen zu, das hier Torf ausbeutet. Seegräben behält das Weiderecht. 1917–1921 holten Industrielle wie Gebr. Sulzer, Honegger & Co. und Braschler & Co. Torf aus dem Gebiet Hinwil–Wetzikon–Robenhausen – unter anderem aus den Feldern «Himmerich» und «Wildbach-Pfäffikersee-Kemptbach».
Bereits Friedrich von Tschudi beschrieb 1860 Reste des Urs in den Pfahlbauniederlassungen von Robenhausen. Die Entdeckungen Jakob Messikommers sind hier bewusst ausgelassen – sie finden sich auf Wetzipedia.